Tausendgüldenkraut (Centaurium) Wolfs Eisenhut Aconitum lycoctonum

Das Tausendgüldenkraut wächst vor allem auf Waldwiesen, Lichtungen aber auch auf Halbtrockenrasen. Dort bevorzugt es kalkreichen, warmen Boden mit hohem Lehmanteil. Allerdings ist das Tausengüldenkraut nicht sehr wählerisch mit dem Boden, manchmal findet man es sogar auf moorigem Boden. Dennoch kommt das Tausendgüldenkraut fast nirgendwo häufig vor. Das Tausendgüldenkraut gehört zur Familie der Enziangewächse, was man ihm nicht unbedingt auf den ersten Blick ansieht. Sein bitterer Geschmack passt aber sehr gut zur Enzianfamilie.


Es ist eine ein- bis zweijährige Pflanze, die 20 bis 40 cm hoch wird. Das Tausendgülenkraut hat einen vierkantigen Stengel, der sich ab einer gewissen Höhe sparrig verzeigt. Die Wuchsform erinnert ein wenig an das Johanniskraut, mit dem es jedoch nicht verwandt ist. Es hat gegenständig sitzende Blätter, die länglich und eiförmig sind und über fünf parallel verlaufende Nerven verfügt.

Die rosafarbenden Blüten blühen von Juni bis August. Sie stehen in einer Trugdolde. Die Einzelblüten sind trichterförmig. Jede Blüte hat fünf Blütenblätter. Eine Besonderheit ist, dass sich die Blüten erst öffnen, wenn es mindestens 20 Grad warm ist. Samen sät man im zwischen Februar und Mai an Ort und Stelle aus.
Das Tausendgüldenkraut steht bei uns unter Naturschutz und darf daher nicht in freier Natur gesammelt werden. Nur Pflanzen, die man selbst im eigenen Garten angebaut hat, darf man ernten.
Direktsaat:    Frühjahr / Spätsommer

Der Wolfs Eisenhut Aconitum lycoctonum ssp. lycoctonum ist ein Hahnenfußgewächs.

Staude mit Pfahlwurzel, deren Hauptteil nach der Blüte abstirbt. Die Pflanze ist sehr giftig.
Der Standort ist humos, lehmhaltig, kalkhaltig, locker, feucht, nahrhaft. Bei Staunässe entsteht Wurzelfäule oder Welke. Am besten ist ein halbschattiger Standort. Die Blüten sind ährenartig. Die Höhe 60 bis 150 cm. Bei einer Kultur im Garten benötigt die Planze viel Dünger und Wasser. Kompostierter Stallmist, Kompost oder etwas Hornmehl im Frühjahr sollten eingearbeitet werden. Vermehrung durch Samen (Kaltkeimer), Aussaat im Herbst oder Teilung im Frühjahr oder Herbst.
Bei der Teilung und beim Schnitt beachten: Die ganze Pflanze ist tödlich giftig, vor allem die Wurzel. Davon genügen 2 - 4 g für tödliche Wirkung.
Gute Bienen- und Hummelnährpflanzen (blau und gelb), die Honigblätter sind aber fast nur von langrüsseligen Hummeln zu erreichen. - Frostfest, im Pflanzjahr etwas abdecken. - Gute, haltbare Schnittblume.

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